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Presse

Zeughausmesse, Foto: Stefan Reinberger

Zeughausmesse, Foto: Stefan Reinberger

ARTS & CRAFTS DAYS – 29. Zeughausmesse Berlin 2026

Angewandte Kunst zwischen Tradition, Experiment und zeitgenössischem Design
 

Berlin, September 2026 – Vom 12. bis 15. November 2026 findet im KühlhausBerlin die 29. Zeughausmesse statt. Unter dem Titel ARTS & CRAFTS DAYS präsentiert die Berliner Messe für Angewandte Kunst rund 80 Künstler:innen, Designer:innen und Kunsthandwerker:innen aus sechs europäischen Ländern. Darunter sind neun Nachwuchspositionen des Förderprogramms „Frische Talente“. Die weißensee kunsthochschule berlin zeigt ihre Ausstellung „seefashion26“.

Die Zeughausmesse Berlin gehört seit 2004 zum Berliner Kulturherbst und zählt zu den wichtigen Plattformen für Angewandte Kunst in Deutschland. Im Fokus stehen Unikate und Kleinserien, die künstlerischen Anspruch, handwerkliche Qualität und Funktion vereinen. 2026 sind neben Gestalter:innen aus Deutschland auch Positionen aus Litauen, den Niederlanden, der Schweiz, Dänemark und Luxemburg vertreten.

Angewandte Kunst für den Alltag

Von Schmuck und Keramik über Glas und Holz bis hin zu Metall und Textil zeigt die Zeughausmesse 2026 die ganze Vielfalt zeitgenössischer Angewandter Kunst. Die Arbeiten verbinden Materialkenntnis und handwerkliche Tradition mit eigenständigen künstlerischen Positionen. Besucher:innen können außergewöhnliche Objekte entdecken, direkt mit den Gestalter:innen ins Gespräch kommen und die Arbeiten vor Ort erwerben.

Drei künstlerische Positionen: Form, Material und Erinnerung

Drei ausgewählte Positionen zeigen exemplarisch die unterschiedlichen Zugänge der diesjährigen Zeughausmesse zur Angewandten Kunst.

Monika Jakubec entwickelt Schmuck aus geometrischen Grundformen wie Kegeln, Kugeln und Zylindern. Eine ursprünglich abstrakte Konstruktionsidee setzt sie in die Wirklichkeit um. Durch Kombination, Vervielfältigung und Reduktion entstehen klar gestaltete, tragbare Objekte, die zugleich eine eigene Lebendigkeit bewahren.

Hazal Azeri ist als „Frisches Talent“ auf der Zeughausmesse. Sie nutzt Aufbautechnik mit Wülsten, eine der ältesten Techniken des Handformens. Hier verbindet sie alte Traditionen und zeigemäße Interpretationen. Muster und Ornamente spiegeln Fragen von Identität und kultureller Erinnerung wider. 

Beate Leonards fertigt Gebrauchskunst aus Silber, der Messinglegierung Tombak und Bronze. Einfachheit sowie das Zusammenspiel von Form, Material und Funktion sind wesentlich. Traditionelle Silberschmiedetechniken finden sich in präzisen und spannungsvollen Formen wieder. 

„Frische Talente“: Nachwuchs für die Angewandte Kunst

Das Förderprogramm „Frische Talente“ bietet neun jungen Künstler:innen und Designer:innen eine Plattform. Es richtet sich an Gestalter:innen, die seit maximal fünf Jahren im Beruf sind. Die ausgewählten Positionen stehen für neue Perspektiven, experimentelle Ansätze und individuelle Zugänge zu Material und Gestaltung. So schafft die Zeughausmesse einen Raum für junge Stimmen und aktuelle Entwicklungen in der Angewandten Kunst.

seefashion26 – Graduate Fashion Show der weißensee kunsthochschule berlin

Ein Highlight der Zeughausmesse 2026 ist „seefashion26 – Graduate Fashion Show“ der weißensee kunsthochschule berlin, Fachgebiet Mode-Design. Gezeigt werden ausgewählte Arbeiten des Abschlussjahrgangs 2026. Zum 80-jährigen Jubiläum der Hochschule präsentieren Bachelor- und Masterabsolvent:innen unterschiedliche gestalterische Ansätze – vom freien Experiment bis zum analytischen Entwurf. Soziale, ökologische und historische Fragestellungen spielen ebenso eine Rolle wie die Auseinandersetzung mit Form und Material.

Zwei Preise für Angewandte Kunst

Auch 2026 vergibt die Zeughausmesse Preise für herausragende Leistungen in der Angewandten Kunst aus. Eine Fachjury verleiht zwei Auszeichnungen, um das kunsthandwerkliche Erbe zu fördern und weiterzuentwickeln.

Der Preis für Angewandte Kunst der Klingenstein-Zuschke Stiftung ist mit 5.000 Euro dotiert. Er wird für hervorragende Leistung im handwerklich-künstlerischen Bereich verliehen. In Entwurf und handwerklicher Herstellung ihrer Arbeiten durchlaufen Künstler:innen einen schöpferischen Prozess, der ihren Arbeiten Unikatcharakter und besondere Strahlkraft verleiht. Die Objekte bereichern den Alltag der Nutzer:innen. Formsprache, exzellente Verarbeitung und Materialgerechtigkeit sorgen dafür.

Erstmals vergibt der Berufsverband Angewandte Kunst Berlin-Brandenburg e.V. 2026 den AKBB Innovationspreis. Der Preis ist mit 1.500 Euro sowie einer kostenlosen Teilnahme an der Zeughausmesse 2027 dotiert. Gewürdigt werden Künstler:innen, in deren Werk das Zusammenspiel einer Idee oder eines Konzeptes, in bisher unbekannter Weise, mit der handwerklich- künstlerischen oder technischen Umsetzung in Einklang steht. 

Kunst hautnah erleben und kaufen

Die Zeughausmesse versteht sich als Verkaufs-Ausstellung und als Ort der Begegnung von  Gestalter:innen und Publikum. Besucher:innen können sich über die Entstehung der Arbeiten, Materialien und Techniken informieren und direkt mit den Künstler:innen sprechen. Über vier Tage wird das KühlhausBerlin zum Treffpunkt für zeitgenössische Angewandte Kunst in Berlin – zwischen handwerklicher Tradition und Experiment, zwischen Gebrauch und freier Gestaltung. 

Zeughausmesse 2026 – Termine und Informationen

Datum:
12.–15. November 2026

Ort:
KühlhausBerlin,  Luckenwalder Straße 3, 10963 Berlin

Öffnungszeiten:
Donnerstag, 12. November 2026: 14–18 Uhr
Freitag, 13. November 2026: 12–19 Uhr
Samstag, 14. November 2026: 12–19 Uhr
Sonntag, 15. November 2026: 12–18 Uhr

Eintritt:
10 Euro, ermäßigt 5 Euro, unter 18 Jahren frei.

Veranstalter:
Berufsverband Angewandte Kunst Berlin-Brandenburg e.V.

Veranstalter-Kontakt:
Rainer Wiencke
Telefon: 030-42 80 42 35 , r-wiencke@zeughausmesse.de, akbb.de

Pressekontakt:
Sigrid Kohn
Telefon: 030-84 72 49 17, Mobil: 0172-375 62 27
s-kohn@zeughausmesse.de, zeughausmesse.de/presse

Online:
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Weitere Informationen, die vollständige Liste der Aussteller:innen sowie Pressefotos:
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